Der Weg von Mulhouse nach Basel war wenig spektakulär. Mit den Worten "folgen Sie dem Kanal" ist er bestens beschrieben ...
Die Nacht war warm und so hatten wir gleich vor unseren Zelten geschlafen um von der kühlen Nachtluft wenigstens etwas zu spüren. Denn schliesslich waren es immer noch 27 Grad, als wir - mehr oder weniger - in unsere Schlafsäcke krochen.
Trotzdem waren die Zelte am Morgen wieder feucht, durch den sonnigen Stellplatz aber auch schnell wieder trocken. Und so konnten wir nach dem Frühstück - mit frischen Croissants und Baguette - alles trocken einpacken und ein letztes Mal auf die Räder laden.
Auf gings zur letzten Etappe. Durch den fehlenden Wind war die Luft bereits am Morgen drückender als an den Tagen zuvor. Trotzdem rollte es gut und nach einer kurzen Pause erreichten wir gegen Mittag Basel. Doch was war das? Kurz vor Basel war die bis dahin ausgezeichnete Ausschilderung plötzlich weg. In Basel selbst - Fehlanzeige - keine Schilder, keine Radwege. Das hatten wir in den französischen Grossstädten in den letzten 3 Wochen aber viel besser gesehen. Selbst in Berlin im letzten Herbst habe ich mich auf dem Weg von Gesundbrunnen nach Charlottenburg sicherer gefühlt als hier in Basel. Teilweise schiebend haben wir aber kurz nach 13:00 Uhr den Bahnhof erreicht. Christine wurde hier schon erwartet. Es blieb Zeit für ein letztes Ankunfts- und in diesem Fall auch Abschiedsbier zu dritt bzw. natürlich zu viert.
Dann verabschiedeten wir Christine, die mit dem Auto zu ihrer Schwester gefahren wurde. Mario und ich kauften Fahrkarten und gingen zum Zug nach Luzern. Von dort radelten dann auch wir die letzten 13km bis nach Stansstad - jetzt aber wieder mit Ausschilderung und Fahrradwegen.
Am Ortseingang von Stansstad, auf der Brücke, erwarteten uns Elke und Leonardo. So gingen wir die letzten Meter bis zu Mario dann zu Fuss.
Verschwitzt und verstaubt gab es dann bei Mario ein allerletztes Ankunftsbier.
So liegen nun 3 erfüllte Radelwochen und rund 1100km auf dem Rad hinter uns. Und während Christine und Mario dem Ende etwas wehmütig entgegen sahen, freue ich mich dankbar auf all die schönen Begegnungen und Erlebnisse, die bereits in der kommenden Woche hier und in Eisenach auf mich warten.
Bis Dienstag bleibe ich jetzt noch in der Schweiz und bin dann irgendwann am Dienstagabend oder Mittwochmorgen wieder in Eisenach.



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