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Es rollt

In der Nacht blies der Wind noch recht kräftig, doch davon haben wir an unserem windgeschützten Platz beim Kanu-Club nicht viel mehr als das Rauschen der Bäume gehört. Pünktlich zum Aufstehen dann ein letzter Regenschauer. Also erst mal Frühstück. Dannach hatte die Sonne ihre Arbeit getan und die Zelte waren wieder trocken zum Einpacken.

Bei Frühstück haben wir versucht, den Campingplatz in Nevers anzurufen um am Abend nicht wieder vor einem vollen Platz zu stehen - leider ging niemand ran und die freundliche Mitarbeiterin vom Campingplatz in Saint-Satur hatte auch nicht mehr Erfolg. So haben wir dann kurzentschlossen eine Ferienwohnung in Nevers gebucht. Und konnten so ganz entspannt radeln, immer mit der Sicherheit im Rücken dass wir ein Bett haben.

Nun, so ganz entspannt losradeln konnten wir dann aber doch nicht. Bei Christine hüpfte die Schaltung wie wild. Da war wohl gestern Abend das Hinterrad nicht richtig reingeflutscht. Also noch mal abladen und richten. Dann rollte es. Der Wind hatte spürbar nachgelassen und wir kamen gut voran ... 16km ... dann war bei Marios Vorderrad - wie von mir befürchtet - wieder die Luft raus. Denn die "Fachverkäufer" im Fahrradladen hatten ihm - obwohl er das Fahrrad extra mit hatte - einen Ersatzschlauch mit dem falschen Ventil verkauft. Dadurch war das Loch in der Felge zu gross und das Ventil scheuerte beim Fahren. Zum Glück hatten wir den alten Schlauch von gestern noch ... noch mal genau geschaut ... Loch gefunden ... aufgepumpt ... bis jetzt hälts.

Bei La Charité-sur-Loire spürten wir ein gewisses Defizit in der Magengegend. Also radelten wir über die Brücke in dieses kleine Städtchen, in dem uns am Morgen auf dem Campingplatz eine Crèperie empfohlen worden war. Doch diese war, wie der ganze Ort, vor eine deutschen Ü70 E-Bike-Gruppe belegt. Somit gab es für uns nur die Notreserve Pain au Chocolat aus der Tüte und ne Cola dazu. Und wir wissen, dass wir solche geführten Touren sicher niemals machen werden ...

Weiter durch ruhige Landschaften an Loire und Kanal entlang. In Les Lians lud uns dann ein kleines Cafe zur Kaffeepause ein. Gut gestärkt konnten wir die letzten Kilometer bis Nevers unter die Räder nehmen. Zunächst über die 2. Kanalbrücke über die l'Allier und dann immer am Kanal entlang bis zum Hafen von Nevers. Noch ein letztes Mal die Loire überqueren und dann liessen wir uns von Herrn Google zu unserer gebuchten Ferienwohnung führen.

Die erste Maschine ist gewaschen, die zweite für morgen früh eingeräumt. Wir haben gut gegessen und getrunken und geniessen morgen einen Ruhetag in Nevers.

Am Dienstag fahren wir dann mit dem Zug bis nach Dole und dann wird bis nach Basel geradelt ...

Platten Nr. 4

Kaffeepause

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