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Gottes wunderbare Schöpfung

Heute wurden wir wirklich mit wunderbaren Landschaften belohnt. Der ganze Tag war eine Fahrt fürs Auge und für die Seele.

Unser Weg folgte den ganzen Tag dem gewundenen Lauf des Doubs bzw. der ihn begleitenden Kanäle.

Gegen 10:00 Uhr rollten wir los, von unserem Campingplatz in Oselle, zunächst erst mal in Richtung Besancon. Schon von Weitem erblickten wir die gewaltige Festung, die hoch über der Stadt thront. Hier führen Kanal und Radweg durch einen Tunnel unter der Festung hindurch, um die Stadt zu umgehen. Doch das wollten wir ja gar nicht. Und so folgten wir dem Lauf des Doubs, der die Altstadt von Besancon umschliesst. Der Weg, immer am Ufer entlang, zunächst gut, später recht holprig über grobes Kopfsteinpflaster. Aber wir wollten eh in die Stadt - einkaufen und MIttag essen. Supermarkt suchen und finden, einkaufen und zum Mittag gab es - wir sind ja schon fast im Elsass - Flammkuchen. Danach schoben wir, aus Liebe zu unseren Rädern, dieselbigen auf dem Kopfsteinpflasterweg rund um die Stadt, bis dieser wieder besser wurde. 

Wobei, besser ist untertrieben. Der Weg aus Besancon heraus war fantastisch. Es rollte einfach. Da haben uns nicht mal die stetige leichte Steigung und der Gegenwind die Freude nehmen können. Tja, der Wind ... wenn man den Südwestwind mal braucht, dann ist er nicht da. Einfach unzuverlässlich der Kerl ... Aber eben, die Freude konnte er uns heute nicht nehmen. 

Und die Landschaft, die hinter Besancon auf uns wartete, grandios. Das Tal des Doubs wurde immer enger und es war wirklich nur noch Platz für die Bahnlinie, die Strasse und den Fluss. Bilder, die wir tief in uns aufgenommen haben. Alles fotografieren, das ging gar nicht. Dann wären wir nie angekommen. Und so erreichten wir gegen 16:30 den Campingplatz in Baume-les-Dames. Zelt aufbauen und erst mal trocknen lassen - denn heute morgen war es doch noch sehr nass, als wir es einpackten. 

Da es auf dem Zeltplatz kein Restaurant gab, radelten wir noch einmal - ohne Gepäck - zurück zum Hafen und tranken dort unser obligatorisches Ankunftsbier.

Danach zurück zum Campingplatz und erst mal duschen. Denn schliesslich hatten wir heute wieder 30 Grad und waren entsprechend verschwitzt. Und dann - 3 Tage vor dem Ziel - welch verschwendererischer Luxus ... jeden Tag eine frische Unterhose, jeden Tag frische Socken ...

Unser Abendessen - Käse, fast 8 Stunden gereift im Dunklen bei 30 Grad in der Fahrradtasche und Wurst und Brot und natürlich Wein - genossen wir dann direkt vor unseren Zelten mit Blick auf die 150 bis 200 m hoch aufsteigen Felswände hier im Tal des Doubs.

PS: Bin doch nicht älter geworden ...

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