· 

Geht doch ...

So schlimm war sie gar nicht, die Anreise mit der DB nach Zittau. Wir haben, trotz 15 Minuten Verspätung, in Dresden Neustadt den Anschluss nach Zittau bekommen und waren so kurz vor 16:00 Uhr mehr oder weniger pünktlich in Zittau. Mario und Christine waren, trotz Änderungen bei ihren Verbindungen, bereits auf dem Bahnhof und erwarteten uns. Und so radelten wir gemeinsam bei leichtem Nieselregen zum Campingplatz.

Da das Wetter den ganzen Tag durchwachsen war, hatte uns Mario auf dem Campingplatz eine Hütte gemietet - mit 2 Doppelstockbetten. So ist es uns jetzt völlig egal, ob es in der Nacht noch einmal regnet. Wir sind im Trockenen und müssen morgen früh keine nassen Zelte einpacken. Schön.

Den Abend verbrachten wir in Zittau. Unsere eigene Küche blieb heute kalt. Und nach einem kleinen Bummel durch die Stadt mit vielen schön restaurierten Häusern und vielen, wo das Geld dazu fehlt, führte Mario uns in ein Restaurant, in dem er einen Tisch für uns reserviert hatte. Gut so, denn sonst hätten wir keinen Platz bekommen.

In Erinnerung an meinen gestrigen Geburtstag hatte Mario passenderweise im Wirtshaus zum alten Sack reserviert. Eine total urige Kneipe mit ganz vielen Kartoffelgerichten. Und als der Inhaber mitbekam, dass wir mit dem Fahrrad unterwegs sind, schenkte uns - der Radelnde Wirt - einen kleinen Auszug aus dem Taschenbuch für Radfahrer aus dem Jahre 1889 mit persönlicher Widmung. Versehen mit solcherlei Ratschlägen kann morgen eigentlich nix mehr schiefgehen. Wobei ... ob dann wirklich alle mit wollener Wäsche angekleidet sind ...

Und so bewegt uns an diesem Abend nur noch eine Sorge ... beim Abendessen haben wir nämlich festgestellt, dass wir alle 4 schnarchen ... 

Hoffentlich steht morgen früh die Holzhütte noch ... Naja, egal was passiert - Kerstin und ich sollten unbeschadet davon kommen. Schliesslich schlafen wir unten ...