Die Nacht war ruhig, aber recht frisch doch mit 3 Schichten Kleidung ging es.
Gestern Abend, auf dem Heimweg zum Campingplatz, fiel uns ein, dass wir vergessen hatten für heute Morgen Brötchen zu kaufen. Also starteten wir ohne Frühstück vom Campingplatz. Und der Weg, den wir heute morgen nach Görlitz fanden, war wunderschön. Schade, dass wir den gestern Abend nicht gefunden hatten.
Der erste Bäcker den wir in der Altstadt fanden hatte gerade eine kaputte Kaffeemaschine und auch sonst nicht wirklich Beilagen zum Frühstück. Also radelten wir weiter, fragten und landeten in der Bäckerei Wittig. Mit so einem Frühstück konnte der Tag dann wirklich beginnen.
Nach dem Frühstück bummelten wir ein wenig durch Görlitz und radelten dann weiter. Görlitz ist wirklich schön, das Kopfsteinpflaster aber alles andere als Radlerfreundlich. Bei dem Geholper bleibt nur schieben, vor allem, wenn es bergauf geht.
Dafür entschädigte uns aber der Radweg selbst. Sobald wir aus der Altstadt heraus waren, gab es herrliche glatte Wege ohne Bodenwellen und Schlaglöcher. Dazu kam der Wind, heute aus Südwest, der uns die meisste Zeit kräftig unterstützte. Und so rollten wir teilweise mit über 20 km/h zwischen den Orten dahin. Die Neisse immer an unserer rechten Seite. Ein paar kleine Steigungen forderten aber auch unsere Beinmuskulatur. So erreichten wir gegen Mittag Rothenburg in der Oberlausitz. Hier fanden wir ein kleines Cafe mit dem Namen „Fahr Bar“. Auf unsere Frage nach etwas Anderem ausser Kaffee, Kuchen und Eis … z.Bsp. Bockwurst gab es ein dickes „Jaaaaa“. Perfekt.
Kerstin, die ja zum ersten Mal mit dabei ist, meinte dann: „Bei Euch gefällt mirs. Da gibt es wenigstens immer was zum Essen“. Da sollten die Menschen, mit denen sie sonst unterwegs ist, doch mal drüber nachdenken.
Weiter durch Kiefernwälder und am Neisseufer entlang erreichten wir am Nachmittag unseren geplanten Campingplatz in Skerbersdorf. Dort hätten wir auch unsere Zelte aufschlagen können. Doch der Wetterbericht meldete den ganzen Aben und die Nacht und am nächsten Morgen Regen. Also suchten wir eine feste Unterkunft. Und die war wegen eines Festes am morgigen Tag, nicht verfügbar. So radelten wir weiter nach Sagar, wo gemäss Fahrradkarte 2 Campingplätze sein sollten. Auf Anhieb gefunden haben wir keinen der Beiden. Also umkehre, suchen, fragen Und nun sind wir hier auf dem Winkelhof und haben ein Heubett mit festem Dach. Auch wenn es jetzt noch weitestgehend trocken ist, uns kann egal sein, was in dieser Nacht von oben kommt. Und der Campingplatz hier ist echt Spitze. Besser hätten wir es nicht treffen können.
Mario hat schön für uns gekocht, wir haben ein wenig mit den anderen Gästen, einem Radelehepaar aus England, geplaudert. Mal sehen, wir die Nacht im Heubett wird …
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