In unserem Heubett haben wir alle 4 herrlich geschnarcht und tief und fest geschlafen. Und als ich heute Morgen – so gegen 06:15 auf Toilette musste, schliefen die anderen noch tief und fest. Als ich zurückkam und mich leise in die Hütte schlich … schauten mich 3 Augenpaare an. Guten Morgen. So waren wir heute schon früh unterwegs.
Unser Weg führte uns zunächst nach Bad Muskau und dort natürlich in den Schlosspark, welcher von Fürst Pückler gestaltet wurde. Schön, dass die meissten Wege auch mit dem Fahrrad benutzt werden dürfen.
Nach einer Runde durch den Park und einem ausgiebigen Fotodtopp sm Schloss radelten wir weiter
nach Bad Muskau, fanden einen Bäcker – und somit Brötchen für morgen früh und Sandwiches für heute Mittag. Der Radweg – auch heute wieder perfekt ausgebaut und ausgeschildet führte uns recht bald an eine Grenze. „Das wars, nu vorlassen se s Geenichreich Saggsn un komm nach Preissn. Und in Preussen wa, ich sach ma so, da sinn de Radwejeschilder viel kleener. Da muss ick viel jenauer kiecken um se zu finden wa.“
Kurz darauf führte uns der Weg dann direkt auf den Hochwasserschutzdamm. Und nach einer Mittagspause mit den leckeren Sandwiches vom Bäcker hinein in die Rosenstadt Forst. Und es war Rosenfest. Doch dafür fehlte uns die Zeit. Wir hatten um 14:00 Uhr einen Termin bei Lausitz-Kanu. Wir tauschten für die nächsten Kilometer die Fahrräder gegen ein Schlauchboot. Zunächst auf dem Mühlgraben durch Forst mit Blick in die Hinterhöfe ehemaliger Fabriken. Spannend und sicher Einblicke, die man sonst nicht sieht. Da störten auch die 4 Brücken nicht, bei denen wir das Boot umtragen mussten, weil die Brücken zu niedrig waren. Nach der letzten Brücke saussten wir dann mit der Strömung in Richtung Neisse. Dort war es mit dem Sausen aber dann vorbei. Und bei Gegenwind mussten wir teilweise kräftig paddeln um voran zu kommen. Aber es war ein schönes Gefühl, einfach so dahin zu gleiten und einen Eisvogel haben wir dabei auch gesehen. Nur die Einmündung am Ziel in Briesnig, die haben wir um 10m verpasst. Doch 10m gegen die Strömung zurück paddeln, das haben wir auch nicht geschafft. Dafür war die Strömung zu stark. Da blieb nur aussteigen und schieben.
Nachdem das Kanu wieder verladen und wir wieder auf unseren Rädern sassen, radelten wir zum im Reiseführer ausgewiesenen Campingplatz. Aber, den gabs eben nur im Reiseführer. Hmm, was nun. Wir fanden – ein paar Kilometer zurück in Richtung Forst – ein Gasthaus mit Campingmöglichkeit. Ein kurzer Anruf „ja, wir haben Platz“ und los. Doch auf dem Weg dorthin erwischte uns dann noch ein richtig heftiger Gewitterschauer. Da hatten wir gar keine Lust mehr auf Zelten. Zum Glück gibt es auch hier eine Hütte und so können wir auch diese Nacht gemeinsam um die Wette schnarchen.
Nach einem leckeren Abendessen im Gasthaus und gutem Eibauer Schwarzbier, werden wir das nun auch tun. Ok, Mario schaut noch Fussball …
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