Die Nacht war herrlich mild und trocken. Wenn da nicht gegen 4:30 Uhr dieser blöde Regenschauer gewesen wäre. So waren unsere Zelte am Morgen erst mal nass. Doch heute lagen nur gut 50km vor uns und so konnten wir uns Zeit lassen. Und das hat sich gelohnt, denn nach dem Frühstück waren unsere Zelte wieder fast trocken.
Und trotz ganz gemütlich und Zeit lassen, waren wir gegen 09:30 Uhr abfahrbereit. Fast windstill war es am Vormittag, warm und dementsprechend schwül und drückend. So rollten wir wir wieder bergauf, bergab in Richtung Nordosten oder Norden - immer der Ostsee bzw. dem Stettiner Haff entgegen. Unbemerkt gelangten wir von der Uckermark in den Nationalpark Stettiner Haff. Nach rund 20km dann wieder ein Ortsschild, welches uns ins Grübeln brachte ... Glashütte?! Liegt das nicht im Osterzgebirge? Eigentlich schon, doch mit Landkreis Vorpommern-Greifswald waren wir dann wohl doch richtig.
Die Wege wurden - schon gestern - je weiter wir nach Norden kamen, immer schlechter. Nicht durchweg, aber die Ortsdurchfahrten mit grobem, holprigem Kopfsteinpflaster, welches sich auch nicht immer auf den Fusswegen umfahren liess. Und dann auch lange Strecken auf Naturwegen. wenn die dann noch sandig wurden - da war Steckenbleiben vorprogrammiert.
Unser Reiseführer beschrieb kurz vor Ludwigshof einen Aussichtspunkt, der zur Rast einladen würde. Das war nach rund 35km auch dringend notwendig. Nachdem wir dorthin geholpert waren, die grosse Enttäuschung - die Sitzbank ungepflegt und verfallen, der Aussichtspunkt morsch und wegen Einsturzgefahr gesperrt. Da nützt das Schild mit den Förderen und Unterstützern auch nichts mehr. Mittagspause musste trotzdem sein und nachdem wir uns komplett mit Antibrumm eingenebelt hatten, stand dieser auch nichts mehr im Wege.
Nach weiteren 15km erreichten wir Bellin und damit unser heutigs Tagesziel kurz vor 14:00 Uhr. Noch war die Rezeption geschlossen, vor uns 3 Wohnmobile und so reihten wir uns in die Warteschlange ein. Das dauerte seine Zeit, zumal der Campingplatzbetreiber mit jedem Gast ausgiebig plauderte. Aber wir hatten ja Zeit. Von den Menschen auf dem Platz ganz sicher Platz 2 hinter "Bimbo" in Sagar.
Nach Ankunftsbier, Zeltaufbau und Duschen wollten wir mit dem Rad noch mal nach Ueckermünde fahren. Doch beim Losfahren ... Platten Nr. 3, diesmal bei Christine im Hinterrad. Also T-Shirt wieder aus und Flicken. Einer der vielen kleinen Steinchen hatte sich durch den Reifen gebohrt. So verzögerte sich unsere Abfahrt.
Doch nun sitzen wir satt und zufrieden im Ueckermünder Brauhaus, geniessen unser Dessert und radeln nachher entspannt zurück zum Campingplatz.
Und morgen geht's mehr oder weniger an die Ostsee ...
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Marlies (Donnerstag, 18 Juni 2026 20:53)
Jetzt habt ihr ja genug Erfahrung mit Reifen flicken. Es scheint ja sicher bei euch auch noch die Sonne. Geniest den Abend und schlaft später gut.
Evi (Donnerstag, 18 Juni 2026 22:58)
Interessante Reisebeschreibung, wie immer, und tolle Fotos.
Wünsche euch für Morgen eine reibungslose Fahrt, weniger schlechte Radwege, keine Reifenschäden, noch gut erträgliches Wetter und jede Menge schöne Eindrücke und Fotomotive auf dem Weg.
Gute Nacht!
Heiko (Freitag, 19 Juni 2026 07:31)
Guten Morgen ��,
vielen dank für's Mitnehmen und deine tolle Art, die Dinge zu erzählen.
Ich wünsche Euch heute tolle Aussichten, schönes Wetter ist ja vorhergesagt, keine Platten und nette Begegnungen.
Liebe Grüße,
Heiko
Familie Senf (Freitag, 19 Juni 2026 10:59)
Wie immer bin ich in Gedanken mit euch unterwegs , dank der schönen Fotos und den Berichten.
Hier ist es sehr warm �deine „ Ladenblumen“ gieße ich jetzt immer nachdem sie etwas schlapp im Topf hingen …
Einen guten Tag wünscht euch die 42