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Im Regen ans Ziel oder die Sache mit den kleinen Steinchen

Heute stand nun schon unsere letzte Radeletappe auf dem Plan. Wahnsinn, wie schnell die Zeit vergeht. Bereits gestern Abend hatten wir entschieden nicht nur bis Korswandt sonder doch bis zum Campingplatz in Swinemünde zu fahren. Eine gute Entscheidung ...

Nach einer milden Nacht weckte uns am Morgen die Sonne. Frühstück kurzärmlig und in kurzer Hose ... herrlich. Und wie jeden Tag waren wir zwischen 09:30 und 09:45 abreisefertig. Also los. Auf dem Weg hinein nach Ueckemünde noch mal schnell zu Edeka, Brötchen und Picknick einkaufen und dann los. Der Weg in Richtung Anklam führte heute teilweise mitten durch den Wald auf schmalen, gewundenen Pfaden. Aber die waren besser zu fahren als manche Ortsdurchfahrt auf Holperpflaster.

Nach knapp 30km und knapp 2 Stunden Radelzeit legten wir an einem Aussichtspunkt unsere Mittagsrast ein. Viele Vogelkundler waren hier unterwegs mit Ferngläsern und riesigen Teleobjektiven. Von dort waren es noch gut 6km bis zur Faähre nach Kamp. Als wir ankamen, standen schon etliche Radler und warteten. Mit uns und nach uns waren es so iele, dass der Fährmann eine Extrafahrt einlegte. Denn es passen nur 20 Personen mit Fahrrädern auf die Fähre. Mit leisem Elektroantrieb setzten wir über nach Karnin auf der Insel Usedom. Dabei fuhren wir direkt an der ehemaligen Eisenbahn-Hubbrücke vorbei. Der kurz vor der Überfahrt einsetzende leichte Regen störte uns erst mal überhaupt nicht. Am Zielhafen in Karnin gab es einen schönen überdachten Imbiss und so ein Fischbrötchen würde ja auf den folgenden 35km nicht stören. Und während wir dort sassen, entleerte sich über uns ein richtig heftiger Gewitterguss. Egal, wir sassen im Trockenen. Da der Regen noch anhielt blieb Zeit für Kaffee und Erdbeerkuchen. Als der Regen nachliess, radelten wir los - zunächst noch mit Regenjacke. Doch die mussten wir bald ausziehen. Es war einfach nicht auszuhalten darunter.

Nach einer Weile meldete Christine Luftprobleme im Vorderrad. Dadurch, dass der Reifen nass war, fanden wir den Übeltäter schon von aussen. Die Luft blubberte durch den Reifen. So war das Löchlein - verursacht durch ein kleines spitzes Steinchen - schnell behoben. Weiter.

Kurz nach dem ursprünglich geplanten Campingplatz in Korswandt meldete Christine schon wiede Luftprleme im Vorderrad. Dazu fing es gerade wieder an zu regnen. Also kehrten wir um, in der Hoffnung auf dem Platz ein trockenes Plätzchen zum Flicken zu dinden. Das hat auch gut geklappt und die Rezeption war eh zu. Nur andere, hilfsbereite Camper waren da. Ein weiterer spitzer Stein hatte sich in den Reifen gebohrt. Durch den Regen blieben die Steinchen am Reifen haften und bohrten sich dann beim Fahren hinein.

Der Reifen geflickt, der Regen liess nach ... weiter in Richtung Ahlbeck. Spätestens jetzt, in der Steigung zwischen Korswandt und Ahlbeck wussten, es war definitiv die Richtige entscheidung bis nach Swinemünde durchzufahren.

Wobei, das mit dem Durchfahren ... Kurz vor der Grenze fehlte dann bei mir im Hinterrad Luft. Platten Nr. 6. Also nochmal Anhalten, bladen, Flicken, Aufladen, Weiterfahren. Dann aber endlich, nach 70,7km waren wir am Ziel. Insgesamt liegen nun rund 670km hinter uns.

Nach dem Duschen liefen wir dann Richtung Promenade und Richtung Ostsee. Doch was war das. Nach all den ruhigen Tagen wimmelte es hier von Menschen. Ja, hier steppt der Bär ... Es ist halt Wochenende. Fr uns war es trotzdem ungewohnt. Aber wir haben trotz der vielen Menschen einen Platz zum Abendessen gefunden und waren rechtzeitig zum Sonnenuntergang am Strand. Nicht allein ...

Angekommen ... 

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Kommentare: 2
  • #1

    Evi (Freitag, 19 Juni 2026)

    Wir wünschen euch für Morgen einen hoffentlich entspannten Tag, hoffentlich bei Sonnenschein Und für Sonntag eine gute Reise nach Berlin.
    Danke schon heute, dass wir euch am Handy auf eurer Radtour durch das Lesen der interessant geschilderten Erlebnisse und Anschauen der Fotos begleiten durften.
    Alles Gute für euch drei. Herzliche Grüße, Evi und Halim

  • #2

    Marlies (Freitag, 19 Juni 2026 23:09)

    Ihr habt ja wieder einiges erlebt. Es ist wieder schön und interessant den Tagesbericht zu lesen. Danke dafür. Es ist ja schon spät, ihr schläft sicher schon. Wenn nicht, dann eine gute Nacht.